Die häufigsten Irrtümer rund um die Pferdefutterberatung!

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Irrtümer über Pferdefutterberatung

Irrtum Nummer 1:

 

Eine Heuanalyse ist bei mir nicht möglich. Bringt mir eine Futterberatung dann überhaupt etwas?

 

Ja, denn dein Pferd hat einen bestimmten Nährstoffbedarf, der gedeckt werden muss.

Diese Bedarfszahlen verändern sich nur wenig. Haben wir keine Heuanalyse gibt es andere Wege und Durchschnittswerte von Futtermitteln, mit denen man die Rationen berechnen und prüfen kann.

Mit Heuanalyse wäre das Ergebnis zwar genauer, aber wenn wir sie nicht haben ist es mit den Durchschnittswerten immer noch viel genauer als überhaupt nichts zu berechnen. Es gibt hier auch noch andere Wege um zu einem möglichst genauen Ergebnis zu kommen. Da lässt sich für jeden eine Lösung finden. Das ist mein Job als Pferdeernährungsberaterin.

 

 

Irrtum Nummer 2:

 

Ich bin Einsteller und habe selbst keinen Einfluss auf die Fütterung. Ist eine Futterberechnung dann nicht sinnlos?

 

Nein, ist sie nicht.

Denn auch als Einsteller in einem Pensionsstall solltest du wissen ob dein Pferd bedarfsdeckend gefüttert wird bzw. wo eventuelle Nährstofflücken gezielt geschlossen werden müssen.

Vielleicht hast du keinen Einfluss darauf welches Heu gefüttert wird, aber gerade dann ist es umso wichtiger mit möglichst passendem Zusatzfutter Mineralien und Spurenelemente gezielt zu ergänzen. Wechselt das Heu öfter weil es von unterschiedlichen Bezugsquellen kommt muss man auch mit dem Zusatzfutter flexibel bleiben und darauf reagieren.

Es liegt in deiner Verantwortung als Besitzer, dass dein Pferd alles bekommt was es benötigt um gesund zu bleiben!

 

 

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Irrtum Nummer 3:

 

Mein Pferd geht nur auf die Weide und bekommt gar kein Heu. Da kann man doch dann gar nichts berechnen.

 

Doch, man kann!

Es gibt für alles bestimmte Schätzwerte und man kann sogar in so einem Fall, ziemlich genau berechnen welche Nährstoffe über- oder unterversorgt sind.

Denn auch jedes andere Pferd geht ja zusätzlich zu seiner Heuration in der Regel auf die Weide. Oder es bekommt auch noch Stroh. Bei einer Futterberatung werden immer auch der Haltungs- und Bewegungsrahmen mitberücksichtigt.

Denn Fütterung, Haltung und Bewegung sind beim Pferd für seine Gesunderhaltung sowieso untrennbar! Eine Beratung ohne Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen ist unmöglich und nicht zielführend fürs Pferd.

 

 

Irrtümer Pferdefutterberatung

 

 

Irrtum Nummer 4:

 

Ich füttere gutes Mineralfutter. Ich brauche keine Rationsberechnung.

 

Woher weißt du, dass das Mineralfutter gut ist?

Um gut oder schlecht geht es hier auch gar nicht. Es geht darum, dass das Mineralfutter zu eurer individuellen Situation passt. Zum Heu und den Rahmenbedingungen. Das kann in dem einen Jahr ein ganz anderes Mineralfutter sein als in einem anderen. Selbst wenn das Heu immer von den gleichen Wiesen kommt. Hier haben zu viele Faktoren Einfluss darauf, als dass man das einfach nur auf Verdacht richtig abschätzen könnte.

Nur wenn das Mineralfutter passt und Nährstofflücken gezielt schließt ist es gut!

Kennst du die Bedarfszahlen deines Pferdes?

Weißt du wo die Nährstofflücken bei deinem Pferd sind?

Falls nicht, wie willst du entscheiden, dass das Mineralfutter wirklich gut ist?

Füttern auf Verdacht und die Hoffnung zu haben, damit etwas Gutes zu tun ist nicht zielführend und reicht nicht für die langfristige Gesunderhaltung eines Pferdes.

 

 

Irrtum Nummer 5:

 

Ich habe bereits alle möglichen Pülverchen und Zusatzfutter probiert. Es hat nie was geholfen.

 

Wenn die Zusatzfutter nicht zur individuellen Situation passen, dann bewirkt es im besten Fall nichts oder noch schlimmer: Die Situation kann sich sogar verschlimmern.

Nicht nur Unterversorgung von Mineralstoffen ist auf Dauer schädlich. Auch eine Überversorgung ist nicht gut.

Außerdem müssen die Verhältnisse der Mineralstoffe zueinander stimmen! Denn Überversorgung auf der einen Seite kann auf der anderen Seite noch mehr zu Unterversorgung führen. Auch eine Überversorgung muss irgendwie verstoffwechselt werden. Das heißt ein zu viel von dem einen kann die Aufnahme anderer Mineralien und Spurenelemente hemmen oder sogar komplett unmöglich machen. Überversorgung bedeutet außerdem häufig einen Mehrverbrauch von anderen Mineralstoffen. Sie werden dann regelrecht geraubt und die Zufütterung belastet und überlastet lediglich den Stoffwechsel des Pferdes.

Es ist also wichtig eine ausgewogene Ration zu erstellen.

 

 

Irrtum Nummer 6:

 

Wie haben die Pferde es früher in der Natur bloß ohne Zusatzfutter überlebt?

 

Das ist richtig.

In der freien Wildbahn hat sich das Pferd aber auf viel größerem Raum alles zusammensuchen können was es benötigte.

Heute leben unsere Pferde sehr begrenzt und werden mit Gras von einseitig bewachsenen Flächen gefüttert.

Das Füttern nur mit Heu ist sowieso eine sehr einseitige Pferdeernährung.

Außerdem wird selten auf die unterschiedlichen Pferdetypen mit ihren unterschiedlichen Futterbedürfnissen Rücksicht genommen. Viele wissen davon nicht mal was, dass es hier überhaupt Unterschiede gibt.

Wusstest du es?

 

Die Böden sind immer mehr ausgelaugt. Das ist bei den Pferden nicht anders als beim Menschen und schon lange kein Geheimnis mehr. Unsere Wiesen sind auch durch die Milchindustrie über die Jahre immer gehaltvoller geworden.

Die Gräser haben jede Menge Energie, Protein und Zucker aber leider oft sehr wenige Mineralien und Spurenelemente. Schwefel, Selen, Jod, Zink, Kupfer und Mangan beispielsweise suchen wir häufig vergeblich oder sind nur noch in kleinsten Mengen vorhanden. Gerade diese Mineralien sind aber für eine ganze Reihe unserer Wohlstandskrankheiten mit verantwortlich mit denen wir heute zu kämpfen haben.

Eine zielgenaue Mineralstoffergänzung ist also unausweichlich, wenn das Pferd lange gesund bleiben soll!

 

 

Irrtum Nummer 7:

 

Futterberatung und Zusatzfutter sind mir zu teuer!

 

Der Tierarzt ist teurer.

Das falsche Zusatzfutter zu kaufen auch!

 

Es gibt inzwischen so viele Pferde mit diffusen Krankheitsbildern.

Hautpilze, Ekzeme, Mauke, Allergien, Juckreiz, brüchige Hufe und ähnliches. Da kommt dann der Tierarzt und lässt mal hier eine Spritze und da eine Salbe oder ein Pülverchen. Da wird sich im Internet tot recherchiert nach Hausmittelchen, um die Symptome des Pferdes irgendwie zu erklären und zu lindern.

Aber nichts anderes ist das alles auch. Es ist Symptombehandlung und keine Ursachenbekämpfung!

Fängt man bei solchen Pferden einmal genauer an die Fütterung zu durchleuchten, sieht man schnell wo hier die eigentlichen Ursachen sind.

Der Körper ist in der Lage Fehlernährung lange zu kompensieren nur irgendwann kann er nicht mehr und Krankheitsbilder treten in Erscheinung. So kommt es auch zu Stande, dass viele Pferde zum Beispiel erst mit 10 Jahren aufwärts zum Ekzemer werden oder Hufrehe bekommen. Weil der Körper vorher eben noch kompensieren konnte und das Fass nun aber überläuft.

Teuer ist es jahrelang auf Verdacht Futtermittel zu kaufen die dem Pferd mehr schaden als nutzen oder im besten Fall eben überhaupt nichts bewirken. Und teuer ist der Tierarzt, der dann irgendwann immer öfter kommen muss, weil es mit der Gesundheit des Pferdes über die Jahre immer mehr bergab geht.

Es ist deine Entscheidung!

 

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Irrtum Nummer 8:

 

Die Fütterung meines Pferdes ist super. Das Blutbild zeigt keine Mängel!

 

Die wenigsten Mängel können über ein Blutbild gleich erkannt werden.

Ein Blutbild ist eine Momentaufnahme von dem Moment wo das Blut genommen wurde. Der Körper muss aber auch eine eventuelle Fehlernährung kompensieren, um die Prozesse am Laufen zu halten. Das kann er auch eine ganze Weile. Manchmal sogar erstaunlich lange. Das ist Überlebensstrategie eines jeden Körpers.

Solange der Körper gut kompensiert, wird das Blut normal aussehen. Denn er kompensiert ja. Erst wenn er das nicht mehr kann wird sich auch im Blut etwas zeigen. Soweit sollten wir es ja aber nicht kommen lassen. Ein Blutbild zeigt also an wie es in diesem Moment um unser Pferd steht. Es zeigt uns aber nicht an, wenn bereits eine Mangelernährung stattfindet.

Es ist also ein großer Trugschluss anhand eines Blutbildes, dass in Ordnung ist, automatisch zu schlussfolgern, dass die Fütterung es auch ist! Wir wollen doch dafür sorgen, dass unser Pferd gesund bleibt. Dies geht aber nur mit Kontrolle darüber ob die Bedarfswerte des individuellen Pferdes mit unserer Fütterung alle gedeckt sind.

 

 

 

 

Die größten Irrtümer rund um die Pferdefütterung findest du in meinem Gastartikel bei www.Pferdefluesterei.de

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